Der BIVEM widmet sich der Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte zur Förderung der Sprachfähigkeit mehrsprachiger Kinder im Raum Berlin-Brandenburg. Die Forschungsergebnisse sollen unmittelbar in die praktische erzieherische und therapeutische Arbeit einfließen.
Im Vordergrund der Arbeit steht der Spracherwerb bilingualer Kinder im Vor- und Grundschulalter. Berücksichtigt wird im Besonderen der Einfluss der jeweiligen Erstsprache in allen linguistischen Bereichen. Das Hauptgewicht der Untersuchungen wird dabei zunächst auf die Migrantensprachen Türkisch und Russisch gelegt.
Forschungsaufgaben:
- Untersuchung bilingualer Spracherwerbsprozesse im sozialen Kontext, auch unter Berücksichtigung der Erst- bzw. Familiensprache
- Weiterentwicklung vorhandener Test- und Beobachtungsverfahren
- Evaluation und wissenschaftliche Beratung vorhandener Sprachförderprogramme
- Adaption von bestehenden Sprachförderprogrammen an die Forschungsergebnisse und ggf. Neuentwicklung von Fördermaßnahmen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
- Erstellung des Profils der Besonderheiten im Erwerb des Deutschen mit unterschiedlichen Muttersprachen
Umsetzung in der Praxis:
- Unterstützung von Kindertagesstätten bei der Auswahl und Durchführung von Sprachförderkonzepten und der Entwicklung individueller Fördermaßnahmen
- Weiterbildung und Coaching von ErzieherInnen, LehrerInnen und SprachtherapeutInnen sowie Entwicklung von Lehreinheiten, die von anderen Lehrkräften eingesetzt werden können
- Mobile Elternberatung