CLAD: Crosslinguistic Language Diagnosis (P3)

Berlin subproject of www.cladproject.eu

Viele Sprachstörungen werden durch einen genetischen Risikofaktor verursacht, der ungefähr 10% aller Kinder betrifft. Nicht diagnostizierte Sprachstörungen können signifikante Langzeiteffekte für die betroffenen Individuen haben. Die genetischen Faktoren haben die schwerwiegendsten Konsequenzen für Individuen mit einer Herkunft aus einer niedrigen sozio-ökonomischen Gruppe.

Das CLAD Projekt verbessert die Situation von sprachgestörten Individuen, in dem es diagnostische Techniken entwickelt, die die schnelle und einfache Diagnose von Sprachstörungen erlauben. CLAD zielt auf fünf Sprachen ab: Rumänisch, Deutsch, Italienisch, Englisch und Litauisch. Der Ansatz des CLAD Projekts folgt dem des GAPS Tests, der von van der Lely (2007) für das Englische entwickelt wurde: CLAD bestimmt für mehrere klinische Marker für Typen von Sprachstörungen deren Validität. CLAD untersucht dafür Phänomene sowohl in Semantik und Pragmatik als auch in Morphophonologie und Morphosyntax, die nach dem gegenwärtigen Wissensstand klinische Marker für Sprachstörungen in den fünf untersuchten Sprachen sind: Skopus, Implikaturen, Exhaustivität von Fragen, Quantoren, Kongruenz, Adjektivsteigerung, und Konsonantencluster. Wir erwarten, dass diese Tests ein im wesentlichen einheitliches Profil von SLI in den fünf Sprachen ergeben werden.







Förderung

Förderzeitraum

01.01.2008 - 30.11.2011

Koordination

PD Dr. Uli Sauerland