Aktuelles

Muttersprache, Vatersprache, Landessprache
Zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar gab Natalia Gagarina (FB II) ein Interview im RBB Kulturradio. Den Beitrag kann man in der RBB-Mediathek hier anhören.

Dissertation erfolgreich verteidigt
Am 24. Januar hat Antje Skerra, eine ehemalige ZAS-Stipendiatin,  ihre Dissertation Verfügbarkeit von Kohäsionsmitteln für Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung erfolgreich an der Humboldt-Universität verteidigt. Bisher war bekannt, dass diese Störung — rund 10% der Kinder sind von ihr betroffen — mit Schwierigkeiten im Satzbau einhergeht, etwa beim Erwerb der Verbzweitstellung. Skerra zeigt in ihrer Untersuchung von über 120 Kindern von 3 bis 11 Jahren, dass damit auch die Informationsstruktur und die Satzkonnektoren betroffen sind. Dies kann das Verstehen und die Produktion von Texten, eine Schlüsselqualifikation für die Schule, drastisch beeinträchtigen. Antje Skerra arbeitete von Januar 2011 bis Mai 2014 im PB2 am ZAS.

Versuchspersonen für linguistische Experimente gesucht
Das Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) und die Humboldt Universität zu Berlin suchen laufend Versuchspersonen, die gegen Aufwandsentschädigung an unseren sprachwissenschaftlichen Experimenten entweder im Institut in Berlin-Mitte oder im Internet teilnehmen wollen (Mindestalter 18 Jahre). Auf unserer Webseite https://lingex.zas.gwz-berlin.de erhalten Sie detaillierte Informationen und können sich für Einladungen zu linguistischen Experimenten registrieren. Sie können dann jeweils entscheiden, ob Sie an den Experimenten teilnehmen möchten oder nicht. Unterstützen Sie unsere Forschung mit Ihrer Registrierung!

Leibniz-DAAD Research Fellowships
Are you a postdoc with an excellent track record? Would you like to spend a year living in Germany and conducting research at a Leibniz institute? Then apply for a Leibniz-DAAD Research Fellowship! During your research stay you will obtain broad-ranging insights into the German research scene, pursue your research in collaboration with renowned academics from around the world and receive extensive supervision. The fellowships are awarded by the Leibniz Association and the German Academic Exchange Service (DAAD).

ZAS-Seiten November 2016
In unserem aktuellen Newsletter berichten wir über den neuen Science-Fiction-Film "Arrival", in dem eine Linguistin die Sprache von außerirdischen Besuchern entschlüsseln soll.
Außerdem stellen wir den Fulbright-Fellow Brandon Waldon und Emmanuel-Moselly Makasso aus dem BULB-Projekt, das neue ANAPIN-Projekt und die Zukunft des BIVEM-Netzwerks vor.
Wie immer auf der letzten Seite finden Sie unsere neuen Publikationen, kommenden Vorträge und Veranstaltungen.

Neues DFG-Projekt ANAPIN
Das am 1. Oktober gestartete DFG-Projekt ANAPIN (Anaphorisches Potential von inkorporierten Nominalen und schwachen Definiten) untersucht den Status von Ausdrücken wie dem Objekt in Max hat die Zeitung gelesen, die sich nicht notwendig auf eine bestimmte Zeitung beziehen (die Fortsetzung …und Anna auch lässt zu, dass Anna eine andere Zeitung gelesen hat). Solche "schwachen Definite" verhalten sich vermutlich ähnlich wie Objekte im Persischen, die keine Kasusmarkierung tragen. Man nennt sie “pseudo-inkorporiert”. Das Projekt untersucht solche Objekte mit experimentellen Methoden im Deutschen und Persischen; der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie sie durch Pronomina oder andere anaphorische Ausdrücke aufgegriffen werden können. Projektleiter sind Dr. Werner Frey und Prof. Dr. Manfred Krifka, Mitarbeiterin im Projekt ist Dr. Fereshteh Modarresi.

DAAD Grant-Holder at ZAS
Dr. Anton Stepikhov from St. Petersburg State University is a grant-holder from DAAD and will stay at ZAS from 15th September to 15th December 2016. His research project investigates the process of expert manual annotation of unscripted speech and aims to explore the effect of annotator’s personality on speech segmentation.

 

Neuer Forschungsverbund IFV am ZAS
Der Berliner Senat hat die Förderung für einen Interdisziplinären Forschungsverbund (IFV) Sprachentwicklung von Grundschul-
kindern mit Migrationshintergrund
bewilligt. Ein Ziel des IFV ist, die Expertise aus der Sprachwissenschaft und der Sozialpädagogik mit dem Expertenwissen zusammenzuführen, das Lehrkräfte, Erzieher/-innen und Sozialarbeiter/-in­nen aus den Berliner Schulen und Familienzentren mitbringen. Außerdem soll der Erwerb der Lese- und Schreibfähigkeit im Deutschen bei Grundschulkindern mit Migrations-hintergrund mit unterschiedlichen Herkunftssprachen wie Arabisch und Türkisch untersucht werden. Darüber hinaus wird der Verbund die BIVEM-Studie weiterführen, d.h. die Sprachentwicklung von russisch-deutschsprachigen und türkisch-deutschsprachigen Kinder weiter verfolgen.

Besuch am ZAS
Prof. Jonathan David Bobaljik von der University of Connecticut kommt vom 1. August 2016 bis zum 31. August 2017 ans ZAS. Er hat 2012 den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung und in diesem Jahr den Guggenheim-Preis der amerikanischen Guggenheim Foundation erhalten.

Neuerscheinung
Der von den ZAS-Mitarbeitern Werner Frey, André Meinunger und Kerstin Schwabe editierte und gerade bei John Benjamins erschienene Sammelband untersucht sententiale Proformen und ihre Beziehung zu den mit ihnen assoziierten Sätzen. Anhand von syntaktischen, prosodischen, seman­tischen und psycho­linguistischen Erkennt­nissen wird die These bestätigt, dass es im Deutschen und Niederländischen unterschiedliche Proformtypen gibt, dass diese mit unter­schiedlichen Verbklassen korrelieren und dass ihre Bezugssätze syntaktisch unterschiedlich po­sitioniert sind.







Aktuelle Veranstaltungen am ZAS

Wenn Sie regelmäßig zu unseren Veranstaltungen eingeladen werden möchten, schreiben Sie uns bitte eine Mail an zas-presse(at)zas.gwz-berlin.de.

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