Nachrichten

Projektverlängerung
Das DFG-Projekt zum Erwerb des adversativen Konnektors ABER im Deutschen, Englischen und Bulgarischen ist um weitere 2 Jahre verlängert worden.

Das Projekt hat das Ziel, die Integration der semantischen, syntaktischen und diskurs-pragmatischen Eigenschaften des Konnektors im Erwerbsprozess zu modellieren und die Effekte der sprachspezifischen Ausdrucks additiver und adversativer Relationen auf den Erwerbsprozess zu erfassen. Bisher konnte eine sprachübergreifende allgemeine adversative Semantik des Konnektors bei Produktionsbeginn aufgezeigt werden. Sprachspezifische Faktoren wurden einerseits im Hinblick auf die Verwendungsebenen des Konnektors und andererseits in Verständnisexperimenten im Hinblick auf die Beteiligung von Negation am Ausdruck von Adversativität und die präferierte Lesart des Konnektors festgestellt.

Fadentiraden
Seit 2004 sammelt und archiviert die Künstlerin Ingke Günther Schimpfwörter, die von ihr farbig auf Büttenpapier gestickt werden. Zum 10-jährigen Jubiläum ihres inzwischen auf knapp 2000 Exemplare angewachsenen Archivs ist ihr Buch Fadentiraden erschienen, in dem André Meinunger vom ZAS einen Text zum Thema ‚Schimpfen und Schimpfwörter aus linguistischer Perspektive‘ beigetragen hat.

Deutschlands Zukunft ist mehrsprachig
"Dass diese Gesellschaft, die ein Miteinander unterschiedlicher Menschen ermöglichen und gewährleisten will und soll, die Sprachen aller, die zu ihr gehören, wertschätzt, dies ist im Rahmen des Einsprachigkeitsdenkens noch nicht wirklich als ein zentrales gesellschaftliches Thema erkannt", so Prof. Konrad Ehlich, Mitglied von BIVEM (Berliner Interdisziplinärer Verbund für Mehrsprachigkeit) in seinem Kommentar im Tagesspiegel vom 5.1.2015.

Pressemitteilung vom 9. Dezember 2014
Berliner Wissenschaftler warnen vor Deutschpflicht bei Migranten
Gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung für eine gelingende Integration. Häufig sind jedoch die Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund unterdurchschnittlich. Die CSU erhebt daher die Forderung, dass Migranten zu Hause Deutsch sprechen sollen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist dies aber kontraproduktiv und kann sich sogar schädlich auswirken. Migranten sollten mit ihren Kindern die Muttersprache sprechen. Hier geht es zur Pressemitteilung.

Erfolgreiche ZAS-Begegnungen
Am 26. November fand das Auftakttreffen der ZAS-Begegnungen Netzwerk Mehrsprachigkeit statt. Über 50 Gäste aus verschiedenen Bereichen wie Schule, Kita, Wissenschaft, Bildungspolitik, Stiftungen und Sprachtherapie konnte Institutsdirektor Manfred Krifka im Zentrum für Allgemeine Sprachwissen-schaft begrüßen.
Mit großen Engagement diskutierten die TeilnehmerInnen die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung von Mehrsprachigkeit. Zuvor stellte die Koordinatorin des Arbeitsbereiches Mehrsprachigkeit am ZAS, Natalia Gagarina, die Relevanz der theoretischen Arbeit für die alltägliche Praxis im Bereich Mehrsprachigkeit dar.
Die Tagesspiegel-Redakteurin Amory Burchard hielt einen Impulsvortrag zur medialen Wahrnehmung von Mehr-sprachigkeit und bot spannende Einblicke in ihre journalistische Arbeit. Das neue Format mit wechselnden Kleingruppen und Diskussionsschlagworten in Form von Wortwolken ("tag clouds") kam bei den Besuchern sehr gut an.

SIAS Sommerschule 2015 und 2016
Investigation of Linguistic Meaning: In the Armchair, in the Field,
and in the Lab

Das ZAS beteiligt sich wesentlich an einer Sommerschule für zwanzig Postgraduierte aus Europa und den USA, in welcher theoretische Forschung zu sprachlicher Bedeutung mit experimentellen Methoden und mit solchen der linguistischen Feldforschung verbunden werden sollen. Die Sommerschule wurde von Angelika Kratzer, Amherst, und Manfred Krifka, ZAS und Humboldt-Universität, konzipiert. Sie wird von SIAS finanziert — das Akronym steht für “Some Institutes of Advanced Studies”, acht wissenschaftliche Einrichtungen in Stanford, Harvard, Princeton, Triangle Park, Wassenaar, Jerusalem, Uppsala. Aus Berlin ist das Wissenschaftskolleg beteiligt. Die erste zweiwöchige Sitzung findet im Juli 2015 am ZAS statt, die zweite im Sommer 2016 am National Humanities Center in North Carolina. Die Sommerschule richtet sich an Wissenschaftler, deren Dissertation nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. Bewerbungsschluss ist der 6. Januar 2015. Weitere Informationen hier.





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Kommende Veranstaltungen

Urban fragmentation(s)
BORDERS & IDENTITY III
Berlin, 16.-19. März 2015