Geschichte

Das ZAS geht auf das Zentralinstitut für Sprachwissenschaft (ZISW) an der Akademie der Wissenschaften der DDR zurück. Nach der Wiedervereinigung wurden 1992 Teile des international renommierten Instituts der Max-Planck-Gesellschaft angegliedert und in der Förderungsgesellschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben als Forschungsschwerpunkt Allgemeine Sprachwissenschaft, Typologie und Universalienforschung (FAS) weitergeführt. Aufgrund einer Empfehlung des Wissenschaftsrats und gestützt durch Finanzierungszusagen des Landes Berlin und der DFG wurden 1996 die Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin (GWZ) gegründet. Diese Dachorganisation des ZAS beherbergt auch das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung und das Zentrum Moderner Orient.

Kommissarischer Leiter des FAS und Gründungsdirektor des ZAS war Professor Dr. Ewald Lang von der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2001 steht das ZAS unter der Leitung von Professor Dr. Manfred Krifka, ebenfalls Humboldt-Universität. Die Grundausstattung des ZAS wird vom Land Berlin getragen und deckt ein Drittel der laufenden Kosten. Bis zum Ablauf der ersten zwölfjährigen Förderphase Ende 2007 wurden die meisten Mittel jeweils in verschiedenen Antragsphasen bei der DFG eingeworben.

In der Empfehlung des Wissenschaftsrats zur "Entwicklung und Förderung der Geisteswissenschaften in Deutschland" vom Januar 2006 wurden die Forschungsleistungen des ZAS und der beiden anderen Geisteswissenschaftlichen Zentren als hervorragend bewertet und deren Weiterförderung und Weiterführung empfohlen.

Ab Januar 2008 hat die zweite Förderphase begonnen. Das ZAS erhält nun wie die beiden anderen Zentren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Projektförderung für zunächst sechs Jahre - mit der Option für weitere sechs Jahre -, die an die Stelle der bisherigen Projektförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft tritt. Das geförderte Arbeitsprogramm trägt den Titel Einbettung, Verknüpfung und Konstituentengrenzen in Sprechsprache, Grammatik und Diskurs. Die Grundausstattung wird nach wie vor vom Land Berlin getragen. Das Arbeitsprogramm wird durch eine Reihe von weiteren Projekten ergänzt; Projektträger sind u. a. die DFG, die European Science Foundation und die Investitionsbank Berlin.

Die wissenschaftliche Arbeit des ZAS wird begleitet durch einen international besetzten wissenschaftlichen Beirat, der jährlich dem BMBF und dem Land Berlin über die laufenden Aktivitäten des ZAS berichtet.