News-Archiv

Manfred Krifka über
„Das mehrsprachige Klassenzimmer“

Der Direktor des ZAS und Vater von zwei Schülerinnen an der John-F.-Kennedy-Schule in Steglitz-Zehlendorf berichtet in einem Interview im Elternbrief der Schule über die Zielsetzung des Buches, das unter Federführung des ZAS 2014 erschienen ist.
Hier geht es zum Artikel.

Urban fragmentation(s)
Berlin, wie sprichst Du? ist der Titel eines Artikels im Tagesspiegel vom 20. März über die von den Geisteswissenschaftlichen Zentren veranstaltete Konferenz "Borders and Identity III", die vom 17. bis 19. März in Berlin stattfand.
LINK zum Artikel.

Zyklon Pam fegt über Vanuatu
Mit großer Sorge verfolgen wir, was der Zyklon Pam in Vanuatu angerichtet hat. Die Bilder von den Zerstörungen in der Hauptstadt Port Vila sind schrecklich. Wenn man, wie einige ZAS-Mitarbeiter durch das Projekt Sprachen im Südwesten Ambryms (2009-2013) die Verhältnisse auf den äußeren Inseln kennt, wo es nur wenige Betonhäuser gibt, deren Wellblechdächer von einem Sturm dieser Art weggeblasen werden, mag man sich die Verhältnisse gar nicht vorstellen. Es gibt keine Telefonverbindungen, der Sendemast ist kollabiert. Zwar waren die Bewohner dieses durch Naturkatastrophen hoch gefährdeten Landes auf Desaster vorbereitet, aber dieser Sturm war sicher viel schlimmer als alle vorhergehenden. Die Wellen, der Wind des nahe vorbeiziehenden Sturmauges haben die Küste von Südambrym direkt getroffen. Es wird bei den Überlebenden akut an Essen und Trinkwasser fehlen, dann müssen Häuser neu gebaut, neue Gärten angelegt, die Kokosnussplantagen neu gepflanzt werden.
Wenn Sie die akute Situation lindern möchten, empfehlen wir, an Organisationen in Australien (wie Care Australia https://www.care.org.au/appeals/cyclone-pam/, Oxfam Australia https://www.oxfam.org.au/my/donate/cyclone-pam-in-vanuatu/) und Neuseeland (wie Red Cross New Zealand https://www.redcross.org.nz/) zu spenden, die lange und effizient im Land tätig sind. 

Pressemitteilung zum Tag der Muttersprache am 21. Februar 2015
Perfektes Deutsch mit polnischem Akzent: Viele deutsch-polnische Kinder und Jugendliche betonen ihre Identität bewusst mit einem polnischen Akzent. Weiterführende Informationen hier.
Medienecho:
Link zum Tagesspiegel-Artikel Mal mit Akzent, mal ohne
Link zum Artikel im Report Psychologie: Wie deutsch-polnische Jugendliche ihre Identität betonen

Nachwuchs bei den Annual Reviews
Diese Zeitschriftenreihe gibt es seit über 80 Jahren, doch ihr jüngster Ableger ist im Januar 2015 zum ersten Mal erschienen: die Annual Reviews of Linguistics. In dieser Ausgabe ist von Dr. Stephanie Solt der Beitrag Vagueness and Imprecision: Empirical Foundations erschienen.
Prof. Dr. Judith Tonhauser, zur Zeit mit einem Humboldt-Stipendium am ZAS, hat darin den Artikel Cross-Linguistic Temporal Reference veröffentlicht. Die erste Ausgabe der Annual Reviews of Linguistics ist bis Januar 2016 kostenfrei online zugänglich.

Kluge Köpfe: Die Sprachwissenschaftlerin Siri Gjersøe
Die studentische Hilfskraft in PB4 erklärte im RBB Inforadio 'Wissenswerte' am 10.2.2015 unter anderem Downstep-Tieftöne in der kenianischen Sprache Kikuyu
(Wdh. vom 22.12.2014).

ZAS-Seiten Nr. 6, Januar 2015

Unser Newsletter mit einem Artikel des Direktors Manfred Krifka zu Plänen für einen möglichen Übergang des ZAS in die Leibniz-Gemeinschaft und einem Interview mit Marzena Żygis über ihre Forschung zur nationalen Identität von deutsch-polnischen Kindern und Jugendlichen in Berlin. Außerdem schreibt Susanne Fuchs über die Rolle der Atmung beim Sprechen und Zuhören und wir blicken auf das erfolgreiche "Netzwerktreffen Mehrsprachigkeit" im November zurück.

Projektverlängerung
Das DFG-Projekt zum Erwerb des adversativen Konnektors ABER im Deutschen, Englischen und Bulgarischen ist um weitere 2 Jahre verlängert worden. Das Projekt hat das Ziel, die Integration der semantischen, syntaktischen und diskurs-pragmatischen Eigenschaften des Konnektors im Erwerbsprozess zu modellieren und die Effekte der sprachspezifischen Ausdrucks additiver und adversativer Relationen auf den Erwerbsprozess zu erfassen. Bisher konnte eine sprachübergreifende allgemeine adversative Semantik des Konnektors bei Produktionsbeginn aufgezeigt werden. Sprachspezifische Faktoren wurden einerseits im Hinblick auf die Verwendungsebenen des Konnektors und andererseits in Verständnisexperimenten im Hinblick auf die Beteiligung von Negation am Ausdruck von Adversativität und die präferierte Lesart des Konnektors festgestellt.

Fadentiraden
Seit 2004 sammelt und archiviert die Künstlerin Ingke Günther Schimpfwörter, die von ihr farbig auf Büttenpapier gestickt werden. Zum 10-jährigen Jubiläum ihres inzwischen auf knapp 2000 Exemplare angewachsenen Archivs ist ihr Buch Fadentiraden erschienen, in dem André Meinunger vom ZAS einen Text zum Thema ‚Schimpfen und Schimpfwörter aus linguistischer Perspektive‘ beigetragen hat.

SIAS Sommerschule 2015 und 2016
Investigation of Linguistic Meaning: In the Armchair, in the Field,
and in the Lab

Das ZAS beteiligt sich wesentlich an einer Sommerschule für zwanzig Postgraduierte aus Europa und den USA, in welcher theoretische Forschung zu sprachlicher Bedeutung mit experimentellen Methoden und mit solchen der linguistischen Feldforschung verbunden werden sollen. Die Sommerschule wurde von Angelika Kratzer, Amherst, und Manfred Krifka, ZAS und Humboldt-Universität, konzipiert. Sie wird von SIAS finanziert — das Akronym steht für “Some Institutes of Advanced Studies”, acht wissenschaftliche Einrichtungen in Stanford, Harvard, Princeton, Triangle Park, Wassenaar, Jerusalem, Uppsala. Aus Berlin ist das Wissenschaftskolleg beteiligt. Die erste zweiwöchige Sitzung findet im Juli 2015 am ZAS statt, die zweite im Sommer 2016 am National Humanities Center in North Carolina. Die Sommerschule richtet sich an Wissenschaftler, deren Dissertation nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. Bewerbungsschluss ist der 6. Januar 2015. Weitere Informationen hier.

News 2014

Deutschlands Zukunft ist mehrsprachig
"Dass diese Gesellschaft, die ein Miteinander unterschiedlicher Menschen ermöglichen und gewährleisten will und soll, die Sprachen aller, die zu ihr gehören, wertschätzt, dies ist im Rahmen des Einsprachigkeitsdenkens noch nicht wirklich als ein zentrales gesellschaftliches Thema erkannt", so Prof. Konrad Ehlich, Mitglied von BIVEM (Berliner Interdisziplinärer Verbund für Mehrsprachigkeit) in seinem Kommentar im Tagesspiegel vom 5.1.2015.

Pressemitteilung vom 9. Dezember 2014
Berliner Wissenschaftler warnen vor Deutschpflicht bei Migranten
Gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung für eine gelingende Integration. Häufig sind jedoch die Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund unterdurchschnittlich. Die CSU erhebt daher die Forderung, dass Migranten zu Hause Deutsch sprechen sollen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist dies aber kontraproduktiv und kann sich sogar schädlich auswirken. Migranten sollten mit ihren Kindern die Muttersprache sprechen. Hier geht es zur Pressemitteilung.

Erfolgreiche ZAS-Begegnungen
Am 26. November fand das Auftakttreffen der ZAS-Begegnungen Netzwerk Mehrsprachigkeit statt. Über 50 Gäste aus verschiedenen Bereichen wie Schule, Kita, Wissenschaft, Bildungspolitik, Stiftungen und Sprachtherapie konnte Institutsdirektor Manfred Krifka im Zentrum für Allgemeine Sprachwissen-schaft begrüßen.
Mit großen Engagement diskutierten die TeilnehmerInnen die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung von Mehrsprachigkeit. Zuvor stellte die Koordinatorin des Arbeitsbereiches Mehrsprachigkeit am ZAS, Natalia Gagarina, die Relevanz der theoretischen Arbeit für die alltägliche Praxis im Bereich Mehrsprachigkeit dar.
Die Tagesspiegel-Redakteurin Amory Burchard hielt einen Impulsvortrag zur medialen Wahrnehmung von Mehr-sprachigkeit und bot spannende Einblicke in ihre journalistische Arbeit. Das neue Format mit wechselnden Kleingruppen und Diskussionsschlagworten in Form von Wortwolken ("tag clouds") kam bei den Besuchern sehr gut an.

Das ZAS bei der ZfL-Jahrestagung
Vom 13. bis 15. November 2014 fand die Jahrestagung des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) zu dem Thema "Die Stimme im Ausnahmezustand" statt.
Jörg Dreyer präsentierte im Foyer des Theaters HAU den Laryngographen des ZAS (Foto, mit Christine Kutschbach, Forschungsassistentin der ZfL-Direktion). Aus dem Labor der Sprachwissenschaft hielt Susanne Fuchs einen Vortrag zu "Atmung, Stimme und Dialog".


ZAS-Seiten Nr. 5, Oktober 2014

Unser Newsletter mit Hintergrundinformationen zur Laufzeit-Verlängerung des Berliner Interdisziplinären Verbunds für Mehrsprachigkeit (BIVEM), einem Interview mit unserem Doktoranden Tim Hirschberg über Satzeinschübe, einem Rückblick auf das Auftakttreffen des DFG-Schwerpunktprogramms Xprag.de und weiteren Meldungen aus den Projekten.

 


New ANR/DFG project granted
The ANR/DFG project BULB (2015-2018) aims at supporting the documentation of unwritten languages with the help of automatic speech recognition and machine translation technologies. Three mostly unwritten Bantu languages will be at the heart of this project: Basaa, Myene and Embosi. The project relies on a strong German-French cooperation between linguists and computer scientists. The institutions involved together with ZAS (F. Hamlaoui) are the KIT (S. Stücker) and the University of Stuttgart (S. Zerbian) on the German side, as well as the LPP (M. Adda-Decker), the LLACAN (M. van de Velde), the LIMSI (L. Lamel and F. Yvon), the LIG (L. Besacier) and the IMMI-CNRS (G. Adda) on the French side.


"Das mehrsprachige Klassenzimmer"
in Baden-Württemberg


Das unter Federführung des ZAS im März 2014 erschienene Buch Das mehrsprachige Klassenzimmer. Über die Muttersprachen unserer Schüler wird zum neuen Schuljahr für alle Schulen Baden-Württembergs angeschafft.
Insgesamt 4500 Exemplare hat das Kultusministerium des Bundeslandes beim Springer-Verlag in Heidelberg bestellt. Das Buch richtet sich an Lehrkräfte, die SchülerInnen mit Migrationshintergrund in ihren Klassen haben. Leseproben und mehr zum Buch hier.


Erster BIVEM-Infoflyer für Eltern und pädagogische Fachkräfte
Unter dem Titel So geht's: Mit Kindern die Familiensprache(n) sprechen ist der erste Info-Flyer aus der Reihe „Wissenschaft für‘s Leben: Fakten - Studien - Informationen für Eltern und pädagogische Fachkräfte“ erschienen.
Warum ist es wichtig, dass Eltern mit ihren Kindern die Sprache sprechen, die sie selbst am besten beherrschen? Wie können sie dafür sorgen, dass ihre Kinder aber auch die deutsche Sprache lernen? Diese Fragen beantwortet das vom Berliner Interdisziplinären Verbund für Mehrsprachigkeit (BIVEM) herausgegebene Faltblatt. Es kann als PDF heruntergeladen oder in größeren Mengen als Druckversion hier bestellt werden.


Berliner Senat verlängert Förderung für BIVEM
Der Berliner Interdisziplinäre Verbund für Mehrsprachigkeit (BIVEM) erhält eine  Förderung für weitere zwei Jahre von der Berliner Senatsverwaltung. Damit kann die derzeit in ausgewählten Berliner Kitas laufenden Studie zur Wirksamkeit von erzieher- vs. kinderzentrierten Sprachfördermaßnahmen bei bilingualen Kindern im Übergang zur Grundschule weitergeführt werden.
Neben dieser Studie bietet der seit drei Jahren existierende Verbund u.a. Fortbildungen für ErzieherInnen, Elternberatungen, Infomaterialien und ein Netzwerk für den Austausch von wissenschaftlicher und praktischer
Expertise zum mehrsprachigen Spracherwerb. Hier zur BIVEM-Webseite.


ZAS-Seiten Nr. 4, Juli 2014

Unser Newsletter mit einem Beitrag von Susanne Fuchs über 'Schreiknötchen zur Fußball-WM', einem Interview mit unserem Alexander-von-Humboldt-Stipendiaten John Tomlinson über seine Forschung am ZAS und die Einladung zur Jahrestagung der Humboldtianer ins Schloss Bellevue sowie Rückblicke auf die Veranstaltungen "Treffpunkt Sprache" und "Semantics and Philosophy 7".


ZAS-Seiten Nr. 3, April 2014

Unser Newsletter mit dem ZAS-Programm zur Langen Nacht der Wissenschaften am 10. Mai, einem Rückblick auf die Veranstaltung "Das mehr-
sprachige Klassenzimmer: Wie viel Deutsch braucht ein Berliner Schulkind?" und weiteren Meldungen aus den Projekten.


ZAS-Seiten Nr. 2, Januar 2014

Unser Newsletter mit Informationen zur 2. Förderperiode durch das BMBF, zur Veranstaltung 'Das mehrsprachige Klassenzimmer: Wie viel Deutsch braucht ein Berliner Schulkind?' am 26. März 2014 in Berlin, mit einer Reportage über Feldforschung in Ecuador und weiteren Meldungen aus den Projekten.


News 2013

"ZAS is one of the top research addresses for linguistics worldwide", sagt Dr. Seunghun Lee im Journal der VolkswagenStiftung über sein Gastjahr am ZAS Berlin.
Die neuen ZAS-Seiten: Unser Newsletter mit Informationen zum Mehrspracherwerb, einem Interview zum Abschluss des Ambrym-Projektes und weiteren Meldungen aus den Projekten.


Verständnisprobleme

Wie gut oder schlecht verstehen Ärzte medizinische Leitlinien? Zur Klärung dieser Frage untersuchten Alexander Nast, Uli Sauerland vom ZAS und Ärzte der Charité das Verständnis von Formulierungen in Leitlinientexten. Sie fanden heraus, dass Ärzte Empfehlungsstärken oft nicht so wahrnehmen, wie es von Leitlinienautoren beabsichtigt ist. Die Studie ist jetzt im "Deutschen Ärzteblatt" veröffentlicht worden.
Weitere Informationen hier.



Bücher zu bedrohten Sprachen
Im Rahmen des durch die Volkswagen-Stiftung geförderten Projekts "Sprachen im Südwesten Ambryms" hat der Projektleiter, Manfred Krifka, im August 2013 Bücher in der Sprache Daakie verteilt. Schon 2012 konnten in einer ähnlichen Aktion durch Kilu von Prince Bücher in den Sprachen Daakaka und Daakalaen an deren Sprachgemeinschaften weitergegeben werden. Die gesamte Auflage beläuft sich auf über 600 Exemplare, deren Druck durch Spenden ermöglicht wurde. Um die weitere Verbreitung der Bücher zu ermöglichen, wurden sie über Amazon publiziert (Stichworte "Daakie" und "Daakaka"). Links im Vordergrund das Daakie-Sprachkomitee mit Paul Melip, Filip Bong, Jack Paul, Abel Taho und Chief Jack Samuel, rechts Chief Filip Talevu und Manfred Krifka.


Expertentagung bilanziert "Bedrohte Sprachen"
Vom 5. – 7. Juni 2013 werden sich in Hannover mehr als 150 Experten aus aller Welt mit dem Ertrag der Förderinitiative „Dokumentation bedrohter Sprachen“ auseinandersetzen. Gefördert wurde u.a. das am ZAS angesiedelte Projekt Languages of Southwest Ambrym.


Ausstellung "Geteilt. Vereint. Global"
Bis Ende März 2013 zeigt die audio-visuelle Ausstellung im Lesesaal der ZAS-Bibliothek Einblicke in die Geschichte der Vorgängerinstitution des ZMO, des Forschungsschwerpunkts Moderner Orient.


Zuwachs bei den Annual Reviews
Die seit 1932 bestehende Serie Annual Reviews (http://www.annualreviews.org/), die es bereits für 41 natur- und sozialwissenschaftliche Disziplinen gibt, erhält Zuwachs: Ab 2013 wird es ein Annual Review of Linguistics geben. Dem Editorial Committee gehören an: Mark Liberman, Barbara Partee, Stephen Anderson, Jack Chambers, Anne Cutler, Ewan Klein, Joan Maling und Manfred Krifka. Weitere Informationen hier: http://languagelog.ldc.upenn.edu/nll/?p=4374.


News 2012

Silbermedaille bei der Linguistikolympiade
Bei der diesjährigen Internationalen Linguistikolympiade vom 29.7.-4.8. in Ljubljana konnte sich die deutsche Mannschaft ein weiteres Mal seit ihrer ersten Teilnahme vor vier Jahren steigern. Die vier Schüler(innen), die von Mitarbeitern des ZAS aus den Teilnehmern des Bundes-
fremdsprachenwettbewerbs ausgewählt und trainiert worden waren, kommen erstmals mit einer Silbermedaille (Max Allmendinger) und einer Ehrennennung ("honorable mention": Maylis Ribette) nach Hause.


Dissertation erfolgreich verteidigt
Am 11. Juli 2012 hat Kilu von Prince, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZAS, ihre Dissertation an der Humboldt Universität mit dem Gesamtergebnis "summa cum laude" verteidigt. Die Promotionsschrift ist eine deskriptive Grammatik der bis dahin unbeschriebenen ozeanischen Sprache Daakaka, die im Pazifikstaat Vanuatu von etwa eintausend Menschen gesprochen wird. Von Prince erforscht diese Sprache seit 2009 im Rahmen eines Dokumentationsprojekts der Volkswagenstiftung.


Erfolgreich verteidigte Doktorarbeit
Muhsina Alleesaib, eine ehemalige ZAS-Stipendiatin, hat am 18. Mai 2012 ihre Doktorarbeit Le groupe nominal en créole mauricien: études syntaxiques erfolgreich (très bien avec les félicitations du jury à l'unanimité) verteidigt.


Jonathan D. Bobaljik received Friedrich Wilhelm Bessel Research Award
Professor Bobaljik from the University of Connecticut at Storrs, USA is a leading authority in morphology and related areas of linguistics. His forthcoming book "Universals in Comparative Morphology: Suppletion, superlatives, and the structure of words" , in press with MIT Press, argues that superlatives like "best" and "nicest" in all languages are derived from comparatives such as "better" and "nicer", rather than directly from the positive forms like "good" and "nice". With the Bessel Award by the Alexander von Humboldt Stiftung, Bobaljik will work with Dr. Uli Sauerland of the Center for General Linguistics in Berlin on a statistical approach to syncretism patterns in language.


Preis für das Lebenswerk für Manfred Bierwisch

Am Mittwoch, dem 7. März 2012 wurde zur Eröffnung der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissen-
schaft (DGfS) in Frankfurt am Main der erste Wilhelm-von-Humboldt-Preis für das Lebenswerk an Prof. Manfred Bierwisch von der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen. Mehr dazu hier.


News 2011

Ausgezeichnetes Poster
Auf dem Doktorandentag 2011 an der HU Berlin hat Caroline Magister (Stipendiatin PB1) den 1. Preis für das beste Poster gewonnen.


Simultane Aufnahmen von EMA und EEG
Die Phonetiker am ZAS und ein Team von Psychologen der HU haben 2011 erstmals versucht, simultane Aufnahmen von Bewegungen unserer Sprechorgane (Elektro-magnetische Artikulografie, EMA) mit den dazugehörigen Gehirnströmen (Elektro-enzephalogramm, EEG) durchzuführen.


Ambrym-Projekt in der Humboldt-Box

In der am 1. Juli eröffneten Humboldt-Box auf dem Schloßplatz in Berlin zeigt das ZAS Filme, Hörbeispiele und Exponate zum Ambrym-Projekt sowie eine originale Sandzeichnung von Abel Taho. Weitere Infos zur Humboldt-Box hier; Flyer zum Projekt Languages of Southwest Ambrym hier.


Geschenk aus der Südsee
Als Dank für die Förderung des Projektes Sprachen von Südwest-Ambrym überreichten Manfred Krifka, Direktor des ZAS, und Abel Taso von der Insel Ambrym am 7. Juni in Hannover dem Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Wilhelm Krull, eine handgeschnitzte Statue. Die kleine Schlitztrommel wurde von Chief Filip Talevu aus dem Dorf Emiotungan aus einem Brotfruchtbaum geschnitzt.


News 2010

Linguists rule!

Beim 3. ScienceSlam im Berliner Lido hat Kilu von Prince mit ihrem Thema "Transitive Nomen in Daakaka" den 2. Platz und außerdem neue Linguistikfans unter den zahlreichen Zuschauern gewonnen.


Forschungsreisen im Südpazifik

Das Projekt Sprachen im Südwesten Ambryms, gefördert durch die Volkswagen-Stiftung, hat in diesem Jahr weitere Forschungsreisen zu der südpazifischen Insel des Staates Vanuatu durchgeführt. Es liegen umfangreiche Ton- und Filmaufnahmen und Analysen zu den Sprachen Daakaka und Daakie vor, die nun weiter bearbeitet werden. Mit Hilfe von Chief Filip Talevu wurde in dem Ort Emiotungan für das Projekt ein Haus errichtet, das auch anderen Wissenschaftlern und Gästen offensteht und in dem die Kultur und die Sprachen von West-Ambrym dokumentiert werden sollen.