Über uns

Das Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut des Landes Berlin. Aufgabe des ZAS ist die Erforschung der menschlichen Sprachfähigkeit im Allgemeinen und deren Ausprägung in Einzelsprachen. Ziel ist, diese zentrale Fähigkeit des Menschen und ihre biologischen, kognitiven und sozialen Faktoren besser zu verstehen und dadurch Grundlagen für unser Verständnis des Erwerbs und der Verarbeitung der Sprache und deren Störungen sowie für sprachtechnologische Anwendungen zu legen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm 2014–2019 steht unter dem Thema: Einbettung, Verknüpfung und Konstituentengrenzen in Sprechsprache, Grammatik und Diskurs. Untersucht werden die beiden elementaren Operationen, die zu komplexen sprachlichen Ausdrucken fuhren, die Neben- und die Unterordnung, wobei besondere Aufmerksamkeit den dabei entstehenden Grenzen gilt. Die fünf Arbeitsbereiche am ZAS betrachten Konstituentengrenzen in der Sprechsprache, den Erwerb von diskurs-kohäsiven Mitteln bei Kindern, satzeinbettende Prädikate, die Verknüpfung von Sätzen sowie Beziehungen zwischen Satzsemantik und Diskursstrategien. Ziel ist die formale Modellierung der Gesetzmäßigkeiten. Die Daten werden u. a. durch Feldforschung und durch phonetische und psycholinguistische Experimente gewonnen.

Darüber gibt es weitere Forschungsprojekte, u. a. zum bilingualen Spracherwerb. Das ZAS übernimmt ferner Aufgaben in der universitären Lehre und in der Koordination sprachwissenschaftlicher Forschung in Berlin und von Verbundprojekten der EU.